Über uns

Gründungsgeschichte

Der Gemeindeverband Kath. Kirchengemeinden Hochstift Paderborn ist der älteste kirchliche Gemeindeverband im ehemaligen preussischen Bereich. Er wurde am 14.12.1908 gegründet, nachdem das Bischöfliche Generalvikariat den (ehemaligen) Paderborner Pfarrgemeinden Domgemeinde, Marktkirchgemeinde, Gaukirchgemeinde und Busdorfgemeinde nahe legte, sich als Arbeitsgemeinschaft in einem kirchlichen „Gesamtverband“ zusammen zu schließen. Die Pfarrgemeinden verpflichteten sich zur engen Zusammenarbeit, zur Entlastung leistungsschwacher Gemeinden und zur Beseitigung ungleicher Besteuerung durch Einrichtung eines Kirchensteueramtes. Die Kirchensteuer wurde bis zur Kirchensteuerreform (1950) vom Gesamtverband eingezogen.

In den ersten 50 Jahren seit Gründung des Verbandes traten die neu gegründeten Paderborner Innenstadtgemeinden und die drei „benachbarten Landgemeinden“ bei:

  • Domgemeinde, seit 1908
  • Marktkirchgemeinde, seit 1908
  • Gaukirchgemeinde, seit 1908
  • Busdorfgemeinde, seit 1908
  • Herz-Jesu-Gemeinde, seit 1912
  • St. Bonifatius-Gemeinde, seit 1926
  • St. Meinolf-Gemeinde, seit 1937
  • St. Georg-Gemeinde, seit 1937
  • St. Heinrich-Gemeinde, Neuhaus, seit 1943
  • Pfarrfilialgemeinde Sennelager, seit 1949
  • Pfarrfilialgemeinde Neuhaus-Mastbruch, seit 1954
  • St. Heinrich-Gemeinde, seit 1955
  • St. Elisabeth-Gemeinde, seit 1957
 

Heute sind alle 155 Kath. Kirchengemeinden des Hochstiftes (politische Kreise Höxter und Paderborn) Mitglieder des Verbandes; er besteht in der heutigen Rechtsform seit 1977 als „Gemeindeverband Kath. Kirchengemeinden Hochstift Paderborn“ .


Der Gemeindeverband ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts

Die Rechtsverhältnisse der Gemeindeverbände sind geregelt im staatlichen Gesetz über die Verwaltung des katholischen Kirchenvermögens Vermögensverwaltungsgesetz) vom 24.07.1924.

Organ des Gemeindeverbandes ist die Verbandsvertretung.

Die Aufgaben der Verbände werden (bis heute) aus § 24 Vermögens- verwaltungsgesetz abgeleitet:

„Der Verband kann ganz oder teilweise die Erfüllung gemeinsamer örtlicher Aufgaben sowie die Versorgung der Gemeinden mit äußeren kirchlichen Einrichtungen und mit Mitteln zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Leistungen übernehmen.“

Die verwaltungsmäßige Wahrnehmung der Angelegenheiten des Verbandes obliegt der Geschäftsstelle des Verbandes.


Unsere Geschäftsstelle

In einer modernen Verwaltung erledigen 66 Mitarbeiter/Innen die anfallende Verwaltungsarbeit der angeschlossenen Kirchengemeinden:

  • Personalverwaltung für ca. 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Finanzverwaltung (Haushaltsplanung, Jahresabschluss, Rechnungswesen) für 390 Etats
  • Bautechnische Begleitung, Bauverwaltung, Bauabrechnung für durchschnittlich 400 Maßnahmen
  • Grundstücksverwaltung für ca. 2.400 Pachtverträge /Erbbaurechtsverträge
  • Verwaltung von Mietverhältnissen / Dienstwohnungen
  • Abwicklung von Versicherungsfällen
  • Beratung und Begleitung der Kirchenvorstände in allen vermögensrechtlichen Fragen

Darüber hinaus ist der Gemeindeverband Träger der Telefonseelsorge Paderborn .


Unser Auftrag

In der langen wechselvollen Geschichte des Verbandes ist der Gemeindeverband seinem ursprünglichen Auftrag immer treu geblieben.

Im Rahmen seines Festvortages zum 50-jährigen Jubiläum des Verbandes definiert der damalige Verbandsdirektor Dr. Schmiemann:

„(...) der Dienst blieb im Dienen, Helfen, Beraten, im Planen und Verwalten im geordneten Rahmen und eingefügt in die religiösen, geistigen und erzieherischen Aufgaben der Kirche selbst.“

Verwaltung hat keinen Selbstzweck. Die Handlungsmaxime des Gemeindeverbandes lautet auch heute:

Unser Verwaltungshandeln will Seelsorger entlasten und Freiräume schaffen für das religiöse Leben und die Seelsorge vor Ort.

„UBI ORDO DEFICIT, NULLA VIRTUS SUFFICIT“

"Wo keine Ordnung in den irdischen Voraussetzungen der Seelsorge eingehalten wird, kann auch die Tugend, das religiöse Leben, nicht gedeihen."

- Prälat Baumjohann zum 50-jährigen Jubiläum des Gemeindeverbandes Paderborn