Kooperation der Gemeindeverbände auf gutem Weg

Sitzung der Verbandsvertretung des Gemeindeverbandes Kath. Kirchengemeinden Hochstift Paderborn

VV-Versammlung 2018

Die begonnene Kooperation mit dem Gemeindeverband Bielefeld schreitet voran. Auf der Verbandsvertretung des Gemeindeverbandes Hochstift gab Geschäftsführer Detlef Müller einen Überblick über die bereits vollzogenen und anstehenden Schritte, die die Mitglieder mit großer Mehrheit beschlossen.

Die Zielbeschreibung des Kooperationsplanes ist eindeutig: „Die Gemeindeverbände sind im Kooperationsraum fusioniert und haben neben einem zentralen Standort weitere regionale Standorte als Anlaufstelle für Kirchenvorstände und Pfarrer.“  Bis 2020 sollen diese Kooperationen etabliert und die Fusionspläne erstellt beziehungsweise umgesetzt sein. Die Fusion selbst soll bis 2025 erfolgt sein.

Der Gemeindeverband „OWL“ soll dann als verwaltungs- und beratungsorientierter Dienstleister den ihn tragenden Kirchengemeinden als verlässlicher, umfassend agierender und kompetenter Partner mit einem „Rundum-sorglos-Paket“ zur Seite stehen. In den Geschäftsstellen wird die Fachexpertise schwerpunktmäßig gebündelt sein. Die Kommunikations- und Datensysteme sollen intelligent verbunden und mit den Kirchengemeinden sowie dem Erzbischöflichen Generalvikariat vernetzt sein. Dieses Netzwerk bildet das Rückgrat für die Verwaltungsleitungen in den pastoralen Räumen und unterstützt die haupt- und ehrenamtlichen Funktionsträger.

Der im vergangenen Jahr vorgestellte Kooperationsreferent Michael Gallenkämper hat seinen Dienst im Januar angetreten. Er ist in verschiedene Regelkommunikationskreise (unter anderem Konferenz der Fachbereichsleiter) eingebunden und Mitglied verschiedener Informations- und Arbeitskreise im Programm „Kirchenverwaltung der Zukunft“ auf Ebene des Erzbistums. Auch die Stelle „Gremienassistenz“ (Bielefeld) ist inzwischen besetzt, so dass eine Entlastung des Geschäftsführers spürbar werde.

Positiv angelaufen ist auch das im März begonnene bistumsweite Verwaltungsleiter-„Pilotprojekt“ in sechs Pastoralen Räumen. Davon liegt mit Büren einer im Hochstift. Der Verwaltungsleiter organisiert die Verwaltung und führt die nicht-pastoralen Mitarbeiter, um die Priester und den Kirchenvorstand zu entlasten. Rückmeldungen aus Büren belegen das: „Unser Pfarrer hat schon jetzt mehr Zeit für die Seelsorge.“

Der Ausbau in die Fläche beginnt schrittweise im nächsten Jahr. Im April startet der Vergabeprozess, im Sommer wird über die Reihenfolge der Einführungen entschieden. Anschließend werden spätestens im Herbst die Stellen ausgeschrieben, so dass ab 2020 die nächsten Verwaltungsleiter mit ihrer Arbeit beginnen können. Darüber hinaus sollen auch weitere Außendienstmitarbeiter eingestellt werden. Alle Projekte, die dem strategischen Ziel „Kirchenverwaltung der Zukunft“ dienen, werden künftig von der Zentralabteilung „Entwicklung“ (Leitung: Monsignore Dr. Michael Bredeck) gesteuert.

Mittlerweile wurde auch das interne Informationssystem für Mitarbeiter aufgebaut. Darin befinden sich alle relevanten Informationen zur Kooperation und zu den Projekten, die auf Bistumsebene bearbeitet werden. Die externe Kommunikation erfolgt vorrangig durch Kurzmitteilungen und Veröffentlichungen auf der neuen Homepage des Erzbistums www.zukunftsbild-paderborn.de/kirchenverwaltung-der-zukunft/. Ab sofort können die Gemeindeverbände diese Seite nutzen, um Informationen zu ihren Kooperationsprojekten zu veröffentlichen.

Intensive Diskussionen hat es in der von den beiden Verbandsausschüssen eingerichteten Projektgruppe „Kooperation“ gegeben. In die Projektarbeit sind auch Gestaltungshinweise aus den Kirchenvorständen eingeflossen.

Und so soll es weiter gehen: Mit erster Priorität erfolgen jetzt die Vorbereitungen zur Trennung der Verwaltungsbereiche für die Kindertageseinrichtungen (gGmbH) und die Kirchengemeinden. Die vorbereitenden Arbeiten sollen in den nächsten Monaten abgeschlossen sein. Durch die Trennung und die damit verbundene Spezialisierung der Mitarbeiter und bessere Vertretungsmöglichkeiten sollen die Dienstleistungen für die Kitas und die Kirchengemeinden verbessert werden.

Als erstes Kooperationsprojekt wird an der Schaffung einer neuen Struktur zur Kita-Bedarfsplanung gearbeitet. Die Arbeitsgruppe besteht aus Mitarbeitern beider Geschäftsstellen. Die Ergebnisse sollen 2019 umgesetzt werden. Im kommenden Jahr sollen außerdem aktualisierte Leistungskataloge für Verwaltung von Kitas und Kirchengemeinden erstellt werden.

Die Verbandsvertretung stimmte dem Kooperationsplan für 2019 erneut mit großer Mehrheit zu. Über die nächsten Schritte wird im Rahmen der nächsten Sitzung beraten und entschieden.

Auch auf die finanzielle Lage des Gemeindeverbandes ging die Leiterin des Fachbereichs Finanzen, Frau Rackow, ein. Demnach weist der Jahresabschluss 2017 eine Bilanz von rund 54 Millionen Euro auf. Der erzielte Jahresüberschuss von 138.000 Euro wird zum überwiegenden Teil (100.000 Euro) der Rücklage für die Kooperation zugeführt, der übrige Anteil fließt in die Verwaltungsrücklage.

Müller gab den Anwesenden auch einen kurzen Überblick über die Situation der Trägergesellschaft für die Kindertageseinrichtungen, deren Geschäftsführer er ebenfalls ist. Seit diesem Jahr gehören ihr nun alle 92 katholischen Kitas der Kreise Paderborn und Höxter an (5.228 Kinder an). Damit ist die Kath. Kita Hochstift gGmbH ein Jahr vor ihrem zehnjährigen Bestehen komplett. Eine neue Kita befindet sich derzeit im Bau: Im Paderborner Neubaugebiet Brukterer Weg entsteht die betriebsnahe Kita „Franz Stock“, die ab dem Kindergartenjahr 2019/20 Platz für 75 Kinder bieten soll.

Gute Nachrichten gab es wie im Vorjahr vom Kirchensteuerrates. Die eingenommene Kirchensteuer des Erzbistums betrug demnach 410 Millionen Euro – ein absoluter Rekordwert. Im laufenden Jahr werden die Einnahmen möglicherweise nochmals höher ausfallen, was vor allem an der guten wirtschaftlichen Situation in Deutschland liegt. Im Zeitraum von Januar bis September 2018 lagen die Summe 2,6 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Dauerhaft rechnet das Erzbistum angesichts des stetigen Mitgliederschwundes jedoch mit einem strukturellen Rückgang der Kirchensteuer.

Für den Haushalt 2019 hat der Kirchensteuerrat eine Erhöhung des Punktwertes von 1,99 auf 2,06 Euro beschlossen (plus 3,5 Prozent). Im kommenden Herbst stehen die Neuwahlen zum Kirchensteuerrat an. Alle sieben Gemeindeverbände wählen jeweils zwei Mitglieder für eine Amtszeit von fünf Jahren.

Der Termin für die nächste Vertreterversammlung steht bereits fest: Die Sitzung findet am Dienstag, 19. November 2019 statt. Infoveranstaltungen für neugewählte Kirchenvorstandsmitglieder gibt es am 15. Januar (Bad Driburg) und 23. Januar (Paderborn).

Bildunterschrift:
Von links: Ulrich Hardes (Kirchenvorstand St. Nikolaus, Büren), Pfarrer Peter Gede (St. Nikolaus, Büren), Verwaltungsleiterin Anja Werthmann, Detlef Müller (Geschäftsführer Gemeindeverband), Dechant Benedikt Fischer


Di, 26.03.2019

Verwaltungsleitung einführen

Einladung zur Infoveranstaltung

Der Gemeindeverband lädt herzlich ein zu den Informationsveranstaltungen Verwaltungsleitung einführen, die für den Kooperationsraum Ost am 9.4.2019 und 9.5.2019 stattfinden.

Überleitung in die neue Entgeltordnung zur KAVO

Übernahme TVöD-VKA

Zum 1. Januar 2019 tritt die von der Regional-KODA Nordrhein-Westfalen beschlossene neue Entgeltordnung zur Kirchlichen Arbeits- und Vergütungsordnung (KAVO) in Kraft. Daher werden die Arbeitsverhältnisse im Bereich KAVO zum 1. Januar 2019 in diese neue Entgeltordnung übergeleitet.

Kooperation der Gemeindeverbände auf gutem Weg

Sitzung der Verbandsvertretung des Gemeindeverbandes Kath. Kirchengemeinden Hochstift Paderborn

VV-Versammlung 2018

Nächste Schritte zur Einführung von Verwaltungsleitungen

Auf dem Weg zur Einführung von Verwaltungsleitungen hat das Erzbistum Paderborn die nächsten Schritte festgelegt. Nach dem erfolgreichen Auftakt mit aktuell sieben Piloträumen sollen die nächsten Besetzungen zum Jahresanfang 2020 erfolgen. Sukzessive werden weitere Verwaltungsleitungen ihre Arbeit aufnehmen, während es die Rolle der Außendienstmitarbeiter (ADM) in den betroffenen Räumen dann nicht mehr geben wird.

Kirchenverwaltung der Zukunft

neue Homepage

Mit Blick auf neue gesellschaftliche Herausforderungen hat das Erzbistum Paderborn im Rahmen des Zukunftsbilds das Programm „Kirchenverwaltung der Zukunft“ gestartet.